Juwelierpräzision mit Tonnenkraft: wie die Stanzfertigung von CAWi arbeitet

Herzstück der Stanzfertigung bei CAWi sind Coils, also aufgewickelte Metallbänder, die direkt in die Pressen laufen. Die Bänder können je nach Bauteil zwischen wenigen Millimetern und über einem Meter breit sein, mit Dicken vom feinen Blech bis zur robusten Trägerplatte. Richt- und Vorschubsysteme sorgen dafür, dass das Material spannungsarm und in exakt berechneten Schritten in das Werkzeug einläuft. Schon hier entscheidet sich, ob die späteren Teile maßhaltig sind oder ob sich Fehler über tausende Hübe hinweg potenzieren.

Pressenpark mit Reserven

CAWi verfügt über einen Maschinenpark, der von kleineren Stanzautomaten bis zu verketteten Pressenlinien mit einer Gesamtpresskraft von 22.000 kN reicht. Dadurch lassen sich sowohl filigrane Abschirmbleche als auch tiefgezogene Gehäuse für Motoren oder Abgassysteme auf derselben technologischen Basis fertigen. Servo-Pressen erlauben variable Hubkurven: Für empfindliche Formoperationen fährt der Stößel langsamer, für reine Schneidoperationen schneller. Diese präzise Steuerung erinnert an moderne Unterhaltungsplattformen, bei denen Abläufe genau aufeinander abgestimmt sind, etwa bei Angeboten wie friday roll, wo Timing und Kontrolle entscheidend für ein sauberes Spielerlebnis sind.

Werkzeugbau als Präzisionsquelle

Die Stanztechnik ist nur so gut wie die Werkzeuge, die in der Presse liegen. CAWi konstruiert und baut Folgeverbund‑ und Transferwerkzeuge im eigenen Werkzeugbau, abgestimmt auf Material, Stückzahlen und spätere Weiterverarbeitung. Harte Führungen, fein geschliffene Schneiden und kontrollierte Schmierung sorgen dafür, dass Stanzgrat, Winkelabweichungen und Rückfederungen innerhalb enger Toleranzen bleiben. Durch regelmäßige Wartung im Haus bleibt das Werkzeug über lange Laufzeiten stabil, was direkte Auswirkungen auf Ausschussquoten und Prozesskosten hat.

Stanztechnik im Verbundprozess

In vielen Projekten ist Stanzen nicht der End-, sondern der Mittel­schritt in einer Prozesskette. Auf den Pressenlinien werden deshalb zusätzliche Funktionen integriert: Gewindeformen, Einpressen von Muttern und Bolzen, Biegen von Flanschen oder Clinchen von Laschen. Dadurch verlassen Bauteile die Stanzanlage bereits als halbfertige Baugruppen, die nur noch verschweißt, beschichtet oder montiert werden müssen. So spart der Kunde Handling, Logistik und Rüstzeiten an nachgelagerten Stationen, ohne auf Präzision zu verzichten.

Qualitätssicherung in Echtzeit

Damit hohe Stückzahlen nicht zulasten der Qualität gehen, ist die Stanzfertigung mit einem engmaschigen Qualitätssystem hinterlegt. Sensoren überwachen Werkzeugkraft, Materialvorschub und Hubzahl; Abweichungen werden sofort erkannt und führen zum Stopp der Anlage. Stichproben werden mit Lehren, optischen Messsystemen oder 3D‑Scannern geprüft, um Form- und Lagetoleranzen zu dokumentieren. Diese Daten fließen direkt in die Prozessoptimierung ein und machen sichtbar, an welchen Stellen sich Material oder Werkzeug anpassen lassen.

Typischer Produktionsablauf

Hinter jedem fertigen Stanzteil steckt ein klar strukturierter Ablauf, der von der ersten Zeichnung bis zum Serienlauf reicht.

Schritte von der Idee zum Stanzteil

  1. Analyse des Bauteils: Materialwahl, Jahresmenge, Toleranzen und spätere Weiterverarbeitung.
  2. Konstruktion des Werkzeugs im CAD, inklusive Simulation von Umformschritten und Streifenlayout.
  3. Fertigung und Einfahren des Werkzeugs im Pressenpark, Festlegung der optimalen Prozessparameter.
  4. Serienproduktion mit laufender Prozess- und Qualitätsüberwachung, Anpassung bei Bedarf.
  5. Integration weiterer Schritte wie Gewindeschneiden, Einpressen oder Vormontage zu Baugruppen.

Beispiele für Bauteile aus der CAWi-Stanztechnik

Das Spektrum reicht von kleinen Kontaktfedern und Halteblechen bis zu komplexen Gehäusen und Turmschalen. In der Automobilindustrie entstehen so etwa Ölwannen, Teile von Abgasanlagen oder Strukturelemente für Elektromotoren, die hohe mechanische Belastungen aushalten müssen. Für Hausgeräte‑ und Elektrohersteller liefert CAWi präzise Blechteile, bei denen es auf Maßhaltigkeit und saubere Kanten ankommt, damit spätere Montagen reibungslos funktionieren. In allen Fällen sorgt die Kombination aus leistungsfähigen Pressen, durchdachten Werkzeugen und prozessnaher Qualitätssicherung dafür, dass große Serien mit „juwelierfeiner“ Wiederholgenauigkeit produziert werden.

Warum die Details über die Wirtschaftlichkeit entscheiden

Eine Tonne zu viel Presskraft, ein schlecht genutztes Streifenlayout oder ein nicht integrierter Zusatzprozess können langfristig hohe Mehrkosten verursachen. CAWi legt deshalb bereits in der Projektphase großen Wert auf Bauteiloptimierung: Geometrien werden so angepasst, dass sie sich gleichermaßen gut stanzen, umformen und montieren lassen. Dadurch sinkt der Materialverbrauch, die Werkzeugkomplexität bleibt beherrschbar, und Rüstzeiten werden minimiert. Am Ende steht nicht nur ein präzises Teil, sondern ein stabiler, wirtschaftlicher Prozess, der den Einsatz von Tonnenkräften in ein fein dosiertes, kalkulierbares Fertigungsinstrument verwandelt.

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